Museum

Museum im Aufbruch

Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus wurde der erste und grundlegende Bauabschnitt des Gesamtprojekts »Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung des Deutschen Spielzeugmuseums« 2014 abgeschlossen. Im Frühjahr 2022 konnte der 2. Bauabschnitt erfolgreich fertiggestellt werden. Dieser wurde als Gemeinschaftsmaßnahme von Landkreis und Stadt Sonneberg finanziert und durch EFRE-Mittel der EU bzw. den Freistaat Thüringen großzügig gefördert. Der gut dreieinhalb Jahre andauernde und rund 3,3 Millionen Euro umfassende 2. Bauabschnitt konzentrierte sich auf die Sanierung und Neugestaltung des Erdgeschosses im Museumsaltbau, die Instandsetzung der Turnhalle der ehemaligen Handelsschule sowie auf den Ausbau der Brücke zum Museum. Er wird im Herbst 2022 feierlich eingeweiht. Die weitere Umsetzung des Gesamtkonzeptes steht mit dem nächsten Bauabschnitt in Aussicht.

 

Weitere Informationen zum  Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finden Sie unter https://www.efre-thueringen.de.

 

Das DeutscheSpielzeugmuseum

Sonneberg und die umgebende Region entwickelten sich während des 18. und 19. Jahrhunderts zu einem der Hauptgebiete der Spielwarenherstellung in Europa. Anfang des 20. Jahrhunderts beherrschten Sonneberger Verleger den Welthandel und machten Sonneberg zur Weltspielwarenstadt. Das 1901 gegründete Deutsche Spielzeugmuseum ist das sichtbare Dokument für eine der größten Spielwarenmetropolen, die es je gegeben hat.

 

Das Deutsche Spielzeugmuseum zählt zu den wichtigen kulturhistorischen Sammlungen Deutschlands. Zu den Besonderheiten der Sammlung gehören Sonneberger Holzspielwaren des 18. und 19. Jahrhunderts, Figuren aus Brotteig und Papiermaché, Puppen aus Sonneberg und Thüringen, Spielzeug aus dem alten Ägypten und der klassischen Antike sowie Spielzeug aus Ostasien und Afrika. In den Schaustücken »Gulliver in Liliput« (1843/44) und »Thüringer Kirmes« (1910) bewahrt das Museum seltene Zeugnisse der Werbung der Spielwarenindustrie zu den Weltausstellungen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Der Bibliothek des Museums ist eine beachtliche Sammlung an Spielzeugmusterbüchern des 19. Jahrhunderts zugeordnet.

Ausblick

Nach Abschluss des Gesamtprojekts erwartet den Besucher im Deutschen Spielzeugmuseum ein Ausstellungskomplex, der sich über drei Gebäude erstreckt. Die Planungen sehen unter anderem einen großzügigen Sonderausstellungsbereich vor. Auch die museumspädagogische Arbeit sowie Spiel- und Aktivzonen wurden mit mehr Raumbedarf als bisher bedacht. Ein Schaudepot wird einen großen Teil der Museumsobjekte beherbergen. Die künftige Dauerausstellung wird nicht mehr wie bisher einer zeitlichen Chronologie folgen, sondern sich in Themenblöcken präsentieren.

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