Museum

Museum im Aufbruch

Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus wurde der erste und grundlegende Bauabschnitt des Gesamtprojekts »Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung des Deutschen Spielzeugmuseums« abgeschlossen. Die weitere Umsetzung steht mit dem Bauabschnitt 2A in Aussicht.

Das DeutscheSpielzeugmuseum

Sonneberg und die umgebende Region entwickelten sich während des 18. und 19. Jahrhunderts zu einem der Hauptgebiete der Spielwarenherstellung in Europa. Anfang des 20. Jahrhunderts beherrschten Sonneberger Verleger den Welthandel und machten Sonneberg zur Weltspielwarenstadt. Das 1901 gegründete Deutsche Spielzeugmuseum ist das sichtbare Dokument für eine der größten Spielwarenmetropolen, die es je gegeben hat.

 

Das Deutsche Spielzeugmuseum zählt zu den wichtigen kulturhistorischen Sammlungen Deutschlands. Zu den Besonderheiten der Sammlung gehören Sonneberger Holzspielwaren des 18. und 19. Jahrhunderts, Figuren aus Brotteig und Papiermaché, Puppen aus Sonneberg und Thüringen, Spielzeug aus dem alten Ägypten und der klassischen Antike sowie Spielzeug aus Ostasien und Afrika. In den Schaustücken »Gulliver in Liliput« (1843/44) und »Thüringer Kirmes« (1910) bewahrt das Museum seltene Zeugnisse der Werbung der Spielwarenindustrie zu den Weltausstellungen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Der Bibliothek des Museums ist eine beachtliche Sammlung an Spielzeugmusterbüchern des 19. Jahrhunderts zugeordnet.

Ausblick

Nach Abschluss des Gesamtprojekts erwartet den Besucher im Deutschen Spielzeugmuseum ein Ausstellungskomplex, der sich über drei Gebäude erstreckt. Die Planungen sehen unter anderem einen großzügigen Sonderausstellungsbereich vor. Auch die museumspädagogische Arbeit sowie Spiel- und Aktivzonen wurden mit mehr Raumbedarf als bisher bedacht. Ein Schaudepot wird einen großen Teil der Museumsobjekte beherbergen. Die künftige Dauerausstellung wird nicht mehr wie bisher einer zeitlichen Chronologie folgen, sondern sich in Themenblöcken präsentieren.